Gardasee

Juli 2003

Von längerer Hand geplant, von der Herrenpartie zur Herren- mit partieller Damenbegleitungpartie aufgeweicht, was die Sache aber nicht schlechter gemacht hat ;-). Hier ein paar Notizen einer Ausfahrt:

Samstag, 28.6.2003

Treffpunkt um 0830 auf der A2 Raststation Guntramsdorf, wo wir die sattsam bekannte Strecke bis Gloggnitz auf der A2 abreiten. Von dort dann über den Feistritzsattel (nach nächtlichem Gewitter noch ein bissl feucht), Birkfeld, Weiz, rechts ab über Passail bis Frohnleiten. Dieser Streckenabschnitt ist sehr schön zu fahren und eine würdige Einstimmung auf das, was uns noch erwarten wird. Nach einer Mittagspause ab auf die Phyrnautobahn, durch den Plabutschtunnel, A2 bis Köflach und dort auf's Gaberl. Bin ich zwar erst vor kurzer Zeit gefahren, aber erstens aus der anderen Richtung kommend und zweitens kann man dort sehr oft fahren, bis einem die Strecke so zum Hals raushängt wie die wienerwäldlerischen Etappen. Durch's Murtal dann auf die Turrach und die Nockalmstraße wegen drohenden Gewitters auslassend über Bad-Kleinkirchheim, vorbei am Millstättersee nach Spittal a.d. Drau. Dort dann noch trocken auf die B100, selbige dann im Schüttregen bis Greifenburg befahrend, den Kreuzberg im Regen nehmend runter nach Hermagor und bis Tröpolach (am Fuße des Nassfeldes). Kräftige Stärkung und Übernachtung im vorbestellten und empfehlenswerten Quartier.

0800-1845, 553 km

Sonntag, 29.6.2003

Bei sich besserndem Wetter fahren wir durch's Lesachtal hinüber nach Südtirol. Dort lacht die Sonne schon gar stark über die Berge also absolvieren wir für unsere Dolomitenerstbefahrer ein klassisches Programm: Richtung Drei Zinnen, Misurinasee, Passo Tre Croci, Cortina d' Ampezzo, Falzarego, Pordoi, Sellajoch. Kurven bis zum Abwinken und erstaunlich wenig Verkehr. Pipifeines Wetter nebstbei! Dann durch's Grödnertal und bei St. Ulrich links wieder bergwärts nach Kastelruth, von dort wieder runter und über Seis und  Völs nach Bozen.
Ziemlich gasgebend auf den Ritten. Den bin ich ja vor genau einer Woche erst gefahren, damals allerdings mit Sozius. Alleine geht's schon noch um ein Bisserl besser ;-)
Am Ritten dann gutes Essen, gute Getränke und tadellose Zimmer.

0900-1745, 279 km

Montag, 30.6.2003

Nach angenehmer Nacht in frischer Bergluft fahren wir den Ritten - diesmal entsprechend der frühen Stunde und weil's ja bergab auch nicht so viel Spaß macht - gemütlich nach Bozen hinunter, navigieren uns durch die Stadt durch bis zur Auffahrt auf den Mendelpass. Der ist ja ganz fein zu fahren und wenn man die Autos rechtzeitig herbrennt, ist der obere, der Felswand entlangführende Teil sowohl wegen der tollen Aussicht als auch wegen der regelmäßigen leichten Kurven sehr schnittig zu nehmen. Freude! Über die Straße 43d fahren wir die sehr schöne Strecke nach Molveno. Mittagspause ebendort und dann der Straße 421 folgend bis Riva. Auf der Gardesana bis zu "La Terrazzina" (km 88,8) und vor dem Aufschlagen des Quartiers für die nächsten vier Tage gibt es erstmal ein Manöverbier mit Gardaseeblick. Zisch.
Leichte und kurze Halbtagesetappe.

0915-1430, 186 km

Dienstag, 1.7.2003

Erstes Gardaseestraßenschnuppern:
Gargnano, Lago di Valvestino, Lago di Idro. Dort Kaffeepause und Gruppenteilung. Gruppe A (das bin ich) fährt bis Anfo, dort links ab Richtung Croce Domini. Gleich nach der Abzweigung (mit dem tollen Blick auf die Dächer von Anfo) kommt mir das einzige Auto der Etappe bis zum Passo di Maniva entgegen. Durch unendlich viele relativ enge Kehren schraube ich mich die enge Straße von 368m bis zum Tunnel bei der Cima Baremone auf 1801m hoch. Kurz vor dem Tunnel beginnen die ersten Schotteretappen, genau vorm Tunnel stehen ein paar Choppristen und erkunden die Straße im Tunnel erstmal zu Fuß. Mit der GS geht's da aber ziemlich leicht durch und dann auf nahezu durchgehendem Schotter bis zum Passo die Maniva. Dort ist die Straße bis zur (nicht mehr in Betrieb befindlichen) Sendestation beim Monte Colombine (Dosso dei Galli) breit und gut asphaltiert. Nach kurzer Senderbesichtigung (naja, der Zaun ist teilweise ein wenig durchlässig *g*) beginnt die 8km lange Schotterstraße bis zum Croce Domini. Da bin ich ja letztes Jahr nur ein kurzes Stück aus der Gegenrichtung gefahren, aber heuer mache ich Nägel mit Köpfen und fahre die komplette Straße durch. Vom Croce Domini fahre ich in tw. leichtem Niesel bis Bagolino (tolle Stadt übrigens) wo ich eine kurze Mittagspause halte. Weiter geht's hinunter zum Lago di Idro, Storo - wo es zu regnen beginnt - ins Val di Ledro - wo es zu schütten beginnt - Richtung Riva wo ich einige Zeit später mit sehr sauberer Kleidung ankomme. Die Gardesana entlang beginnt es bereits wieder aufzutrocknen und so komme ich frisch gefönt beim Gruppenwiedervereinigungsbier an.
Gruppe B (das sind alle außer mir) fährt direkt und trocken durch's Val di Ledro bis Riva und kommt auch trocken im Quartier an.

0900-1530, 223 km

Mittwoch, 2.7.2003

Gruppenteilung diesmal gleich bei der Abfahrt:
Gruppe A (Andrea und ich) fährt wie im Folgenden gleich ausgeführt ein wenig irritiert durch die Gegend, Gruppe B (Badefraktion - der Rest) fährt Baden. Aus purem Egoismus beschränke ich mich bei der Schilderung der heute zurückgelegten Strecke auf die eigenen Erlebnisse:
Von Gargnano bergan Richtung Lago di Valvestino, bei der ersten großen Kreuzung dann aber rechts abbiegend Richtung Costa Mignone und laut weiterem Plan dann über den Passo di Ere bis Tignale. Diese Runde bin ich ja schon mal gefahren, glaubte ich zumindest, obwohl mir die Straße nicht wirklich bekannt vorkommt. Naja, ist ja auch schon eine Zeit her, dass ich das letzte mal da war. In Costa Mignone verendet die Straße dann in einem Bauernhof und nach mehrmaliger Befragung der Eingeborenen teilt mir dann eine Einwohnerin des Dörfchens nach Besichtung meines Krades im O-Ton mit: "A Tignale? Solo Motocross!". Hmpf, mir ist die Straße eh gleich komisch vorgekommen. Also alles nochmal retour nach Gargnano, die Gardesana entlang mit 20 minütigem Stau vor einem Tunnel die richtige Abzweigung der Straße nach Tignale auslassend nach Campione. Dort umgedreht, wieder retour, diesmal die Abzweigung geschafft und bergan. Tolle Strecke ab dort, außerdem kommt sie mir auch gleich wieder bekannt vor ;-) Na bitte, geht ja. Mit vielen Fotostopps über Tignale, Sermerio, Priezzo nach Pieve und Espresso auf der Schauderterrasse.
Kaffeebohnensuppengestärkt in die la Forra Schlucht, ein paar Fotos, die gerade von der Terrasse erfurchtsvoll besichtigten Kehren hinunter zur Gardesana. Vor dem Erreichen ebendieser noch eine kurze Honda-vor-der-Kurve-Wegwerfaktion. Der km-Zähler des Tachos folgt der alten Weisheit, wonach ein Sturz 10.000km Fahrerfahrung entspricht und springt von 32.000 auf 42.000. Das Gehäuse und das Glas sind kaputt, aber alle Hebeln sind drann. Naja. Wir bedanken uns beim Italiener, der vor 2 Minuten noch gemütlich telefonierend und rauchend an der Tunneleinfahrt gesessen ist für seine rasche und unbürokratische Aufrichtungshilfe (er deutet auf die Sturzbügel und ich glaube zu verstehen, dass er meine Meinung über den unschätzbaren Wert selbiger teilt).
Gleich wieder Aufsitzen und dann über Limone, Riva, Arco rauf auf den Monte Velo. Enge und tw. rutschige Geschichte, aber ganz nett. Von dort oben dann hinunter nach Ronzo, Loppio und zurück nach Riva, Gardesana, Bier.

1000-1630 200 km

Donnerstag, 3.7.2003

Diesmal teilen wir uns gleich in drei Gruppen:
Gruppe A (Erich) reist wie geplant wegen einer dringenden Dienstreise ab. Gruppe B (Eva) ruht auf dem Balkon und Gruppe C (Georg, Andrea und ich) fährt bei Traumwetter (der Nachtsturm hat die Luft über dem See völlig aufgeklart) über Riva durch's Val di Ledro zum Espresso nach Storo. Dort teilen wir uns in die Untergruppen C1 (Georg, der direkt über den Lago di Idro, Capovalle, Lago di Valvestino nach Gargnano fährt) und C2 (Andrea und ich). C2 hält Kurs Richtung Nord-Ost und fährt dann ins Val di Daone bis zum Ende. Nette Straße, zwei Stauseen. Wieder retour und dann auch vorbei am Lago di Idro, Capovalle, Lago di Valvestino nach Gargnano. Dort genehmigen wir uns erstens einen Parkplatz direkt am See und zweitens einen Campari bzw. ein Bier in der Taverne direkt am See. Grauslich. Dann die wenigen Kilometer weiter bis ins Quartier.

1000-1600, 205 km

Freitag, 4.7.2003

Ab 0345 gewittert und schüttet es unaufhörlich bis 0630. Das Wetter im Norden schaut auch nach dem Frühstück noch nicht gut aus und ein Telefonat mit Andy, der sich im verregneten Meran befindet, bestärkt uns in der Entscheidung die Rückreise über die Autobahn statt über die Südtiroler Pässe anzutreten. Also runter nach Desenzano und Autobahn vorbei an Verona, Mestre und vorm Kanaltal rein ins Regengewand. In Arnoldstein beschließen wir gegen 1600 die Heimfahrt nicht am Stück anzutreten, sondern in Finkenstein Quartier zu beziehen. Andy stößt aus Meran kommend am Abend auch zu uns und so sitzen wir in großer Runde im Gasthof beim Abendessen und ein paar Gläsern Wein zusammen.

1000-1645, 469 km

Samstag, 5.7.2003

Die Entscheidung die Heimreise am Vortag zu unterbrechen war nicht übel, weil so ist nämlich auch das Wetter heute! Also fahren wir bei Sonnenschein über Galizien, Bleiburg, Lavamünd auf die Soboth. Dort oben ist es recht frisch und so halten wir uns gar nicht auf, düsen die steirische Seite (die, im Gegensatz zur kärnterischen Seite kein Speedlimit von 70 für einspurige Kfz hat!) hinunter und pausieren in einem feinen Gastgarten in Deutschlandsberg. Der Gastgarten liegt strategisch günstig an der Auffahrt zur Hebalpe, die wir nach ausgedehnter Stärkung dann auch gleich befahren. Der Belag dort ist tw. nicht sehr berühmt aber im Großen und Ganzen ist die Strecke sehr nett.
Am Ende dieser Etappe biegen wir rechts ab und genießen die schönen Kurven und den guten Belag der Pack. Köflach, Südautobahn bis Gleisdorf, Weiz, Birkfeld, Alpl, S6 - Gaaaaas bis Kaltenleutgeben.

499 km

Insgesamt 2614 km, wunderbarer Urlaub, ich muss heuer nochmal zur kleinen Terrasse und werde gleich meine Termine im September auf die erforderliche Kompatibilität überprüfen.

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Dolomitenmann ;-)
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Eva & Georg
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Pordoi
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Erich the winner
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Andrea & Andy
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Vino bianco
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Erich
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Badestopp
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nach Hause telefonieren
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Drei Zinnen
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Drei Zinnen
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Sellajoch
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Sellajoch
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Molveno
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Lago di Valvestino
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Anfo - Auffahrt Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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Anfo - Passo di Maniva
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M. Colombine
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M. Colombine
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M. Colombine
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M. Colombine
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M. Colombine
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M. Colombine
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Croce Domini
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Bagolino
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Lago ...
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Orangen am Lago
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Lago nach dem Sturm
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Vergatterung
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Lago
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Lago
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Speisekartenblick
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Rider
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Lago
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Schauderterrasse
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Schauderterrasse
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 Schauderterrasse
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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La Forra
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Val di Ledro
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Lago di Valvestino
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Gargnano
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Vor dem Sturm
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Blede G'schicht
 

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